Protokoll 24.06.2022

Text

Anwesende: Lina Franken, Inga Reimers, Anna Weichselbraun, Libi Veprek

- Über die Schwierigkeit, Tools und ihre Funktionsweise, Logiken etc. zu verstehen ohne einen Einblick in Forschungsbeispiele --> Sammlung mit Beispielstudien wäre hilfreich

- manche der digitale Methoden Sammlungen beinhalten Beispielforschungen (siehe Artifact dazu)

- Anna lädt Text zu Discord-Bot hoch, könnte beim nächsten Treffen diskutiert werden

- Issuemapping online mit Beispielen: https://blogs.cim.warwick.ac.uk/issuemapping/cases/

- Frage von Open Source vs. proprietäre software: auch wie in Lehre diskutieren, z.B. können wir von Studierenden verlangen, Lizenzen zu kaufen?

- Maxqda vergibt Lizenzen für die Dauer von Lehrveranstaltungen (https://www.maxqda.de/maxqda-kurslizenz)

- Teilweise können an Uni's Lizenzen für eine bestimmte Zeit geliehen werden; Rechnerpools

- Diskussion über Citavi/Zotero: Hier wird es vielmehr angenommen, proprietäre Software zu verwenden, weil Universitäten im deutschsprachingen Raum Lizenzen besitzen;

- Zur Frage, wie Citavi in Zotero importiert werden kann https://www.zotero.org/support/kb/import_from_citavi

- Wandel zu beobachten hin zu, dass es wichtiger auch für Studierende wird, sich mit Software/Tools auseinanderzusetzen

- Überlegung, ob kritisches Vorgehen bei Internet /Literatur Recherchen vermehrt in der Lehre vermittelt werden sollte (vgl. Arbeitsgruppe Lehre & Studium)

- Annahme, Studierende können sich Methoden selbst aneignen, funktioniert nicht.

- Inga berichtet von Entwicklung einer Selbstlern Moodle einheit zu open access, open source, etc. Arbeitsgrundlagen und Tools, die für das Studium relevant sind

- wichtig, Studierenden zu zeigen, welche Tutorials z.B. für erste Einblicke in's Programmieren sinnvoll sind 

- Lina's Einführungsbuch könnte hier auch hilfreich sein

- Wichtig zu reflektieren, wo wir digitale Methoden nutzen möchten: Einerseits Pflicht zu verstehen, was Open Access ist, welche digitalen Tools vorhanden sind, wie wir Daten speichern etc., andererseits welche Tools wir für was nutzen möchten

- Wie können wir einen pragmatischen Umgang mit digitalen Tools entwickeln (um nicht im spielerischen Ausprobieren die Forschungsfrage etc. zu vergessen)

- Data Walks: Beispiel Stadtspaziergang Bot mit Telegram --> könnten weitergedacht werden; 

- Datenverfügbarmachung etc. - Verknüpfung von Daten, die wir abrufen können ohne vor Ort zu sein

- Sind Daten das, was die digitalen Methoden verbindet?

- Problem, wir können viele Daten eben nicht einbeziehen und müssen sie über Reverse Engineering etc. accessen

- Beispiel City Science Lab: sehr anwendungsorientiert; was haben wir in der ethnografischen Forschung davon? Was rechtfertigt es, anwendungsorientierter zu arbeiten? Was ist der Forschungsgegenstand?

- Welche Daten: Digitale Alltage von Daten durchdrungen; wir produzieren auch Daten mit der Forschung; Data Walks binden Daten auf analytischer Ebene ein 

- Unsere eigenen Daten sind eher "small data" - Feldnotizen, Interviews etc.

- Vielleicht müssen wir Methodenbegriff mehr auf Daten fokussieren

- Wie ändert sich ethnografisches Forschen, wenn wir z.B. Algorithmen mit einbeziehen --> Datenbegriff für ethnografische Forschung neu Denken?

- Daten stehen aber nicht immer im Mittelpunkt der Forschung; sie sind nicht das Forschungssubjekt; Digitale Arbeiten/Methoden ist nicht gleich Daten; Forschungssubjekt eher: wie Menschen Dinge aushandeln in einem digitalen Raum 

- Unsicherheit über Datenbegriff wiederkehrend in dieser Besprechung aber auch in anderen Kontexten --> wichtig weiter zu diskutieren

- in prä-Digitalen Zeiten waren Material oder Quellen nicht gleich Daten; heute vermehrt die Sprache von Daten

- Daten geben nicht nur Auskunft über Forschung (Ref. Nina Bauer Unterscheidung zwischen prozessgenerierten und selbst-generierten Daten [?]) --> umfassenderer Begriff über Forschung hinaus

- Problem, dass informatische Verständnisse und Logiken hegemonial werden--> wie damit umgehen?

- Arbeitsgruppe Digitale Methoden sollte weiterhin getrennt von Studium und Lehre gedacht werden

- Für das nächste Treffen: Ziele, Objectives der Arbeitsgruppe formulieren? (erste sich herauskristallierende Punkte: Tipps bereitstellen und Frage, wie digitale Methoden die ethnografische Forschung verändern); außerdem Diskussion des Datenbegriffs weiter diskutieren

Nächstes Treffen: 29.06.2022, 10-12 Uhr

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Created Date

June 24, 2022 - 4:15am

Contributed date

June 24, 2022 - 5:09am

Critical Commentary

Protokoll des 24.06.2022

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Cite as

Anonymous, 24 June 2022, "Protokoll 24.06.2022", contributed by , STS Infrastructures, Platform for Experimental Collaborative Ethnography, last modified 24 June 2022, accessed 11 August 2022. https://stsinfrastructures.org/content/protokoll-24062022